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Wie mache ich meinen Kaninchenstall mardersicher?

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Wie mache ich meinen Kaninchenstall mardersicher?

Ein Außengehege ist für Kaninchen wie ein Paradies, denn es kommt ihren natürlichen Lebensbedingungen sehr nah. Es ist wichtig, dass  die Tiere bei schönem Wetter an die frische Luft kommen, um Sonne und frisches Grün gleichermaßen zu genießen.

Die Idylle wir nur von der Tatsache getrübt, dass in der Natur auch Räuber lauern bei denen Kaninchen auf dem Speiseplan steht. In ihrer natürlichen Umgebung können Kaninchen in ihren Bau flüchten oder mithilfe ihrer flinken Beine dem Räuber ohne Probleme entkommen. Doch leider haben haben sie diese Möglichkeiten nicht in ihrem „engen“ Gehege und sind somit den Räubern schutzlos ausgeliefert.

Umso wichtiger ist es also die Tiere vor ihren natürlichen Feinden wie Hunden, Katzen, Füchsen inbesondere Madern zu schützen. Wache halten bringt leider nichts, denn die meisten Räuber sind nachtaktiv und schlagen dann zu, wenn alle anderen schlafen- der Stall muss schlicht und ergreifend stabil genug sein, damit der Marder nicht die Möglichkeit bekommt an die Kaninchen zu gelangen.

Wem es zu aufwendig ist seinen Kaninchenstall mardersicher zu machen, kann die Tiere über Nacht  im Haus einquartieren. Wer das nicht möchte, sollte jetzt weiterlesen, denn jetzt lernen sie wie sie ihr Kaninchengehege mardersicher machen. Damit sie nie wieder mit einem schrecken aufwachen und die Nächte beruhigt schlafen können, haben wir die besten Tipps gesammelt und erklären ihnen was funktioniert und was nicht.

So können sie ihr Haus und ihren Kaninchenstall mardersicher machen:

Wenn sie einen neuen Kaninchenstall kaufen, reicht es nicht diesen einfach an Ort und Stelle zu platzieren. Auch wenn auf den ersten Blick alles mardersicher zu sein scheint.

Worauf sollten sich achten wenn sie einen Kaninchenstall kaufen? Zu erst einmal ist wichtig, dass die Wände inbesondere die Rückseite des Stalls aus Massivholz bestehen, sodass der Marder diese nicht durchbeißen kann. Falls sie schon so einen Stall besitzen, ist dass nicht schlimm, sie können ihn auch einfach in ein mardersicheres Gartenhäuschen stellen.

Neben dem Stall, sollte auch das Umfeld des Stalls sorgfältig vor Madern geschützt werden. Wenn sich neben dem Stall Regenrinnen oder Bäume befinden, sollten sie den Kaninchenstall dort nicht hinstellen. Marder sind nämlich sehr gute Kletterer und können sich so Zugang zum Kaninchenstall verschaffen.

Um den Kaninchenstall besser vor Mardern zu schützen, können sie sogenannte Marderbarrieren anbringen. Mit diesen „Marderbarrieren“ können sie nicht nur ihren Kaninchenstall mardersicher machen, sondern auch ihren Dachboden.

Marder nisten sich gerne dort ein um ihre Jungen großzuziehen und auf Nahrungssuche zu gehen. Dabei können sie große Schäden an der Isolierung anrichten und im schlimmsten Fall Kabel durchbeißen, was wiederum zu einem Hausbrand führen kann!

Das ist nur eine Möglichkeit wie sie ihre Kaninchen vor Madern schützen können. Es gibt noch andere Möglichkeiten ihren Kaninchenstall gegen Marder zu sichern.

Passende Gitterelemente bei flexiblen Gehegen:

Eine Variante von Kaninchengehegen sind die klassischen Freilaufgehege die sie mit flexiblen Elementen ganz einfach abstecken können. Wichtig hierbei ist, dass die Abstände zwischen den Gitterstäben geringer  als 3,5 Zentimeter sind. Da Mader aufgrund ihres schlanken Körperbaus durch fast jede Ritze hindurch gelangen

Unser Tipp: Falls sie einen Bekannten mit einem handzahmen Frettchen haben, können sie testen ob das Kaninchengehege mardersicher ist. Dafür legen sie einfach ein Leckerli für das Frettchen ins Gehege und schauen, ob das Frettchen irgendwo hindurch schlüpfen kann. Kann es das nicht, können sichergehen das ihr Kaninchengehege mardersicher ist, da Frettchen noch etwas kleiner sind als Marder. Wichtig!!! Das ganze nur machen wenn die Kaninchen sich nicht im Stall befinden!

Einstiegslöcher verschließen:

Wie bereits erwähnt verfügen Mader über einen sehr schlanken Körperbau und können durch Schwachstellen problemlos in das Kaninchengehege gelangen. Um diese Löcher zu verschließen verwendest sie am besten einen Maschendraht, den der Mader nicht so ohne weiteres durchbeißen kann. Am besten können engmaschigen Volierendraht verwenden.

Gehegeboden befestigen:

Nicht nur Kaninchen, sondern auch Mader buddeln gern. Das allein ist schon ein guter Grund, den Boden unter dem Gehege zu befestigen. Um das Kaninchengehege vor Ein und Ausbrüchen zu schützen. Um den Kaninchenstall im Boden zu verankern können sie am besten stabile Zeltheringe verwenden oder den Kaninchenstall mit Steinplatten absichern.

Marderdraht auslegen:

Es hat sich schon oft bewährt, vor dem Gehege Marderdraht auszulegen und die Ränder des Drahtes anschließend hoch zu biegen. Am besten ist wenn sie den Draht nochmal zusätzlich beschweren, damit der Marder ihn nicht bei Seite ziehen kann. Marderdraht lässt sich vielseitig anwenden, sie können ihn auch unter ihr Auto tun, sodass der Marder nicht in den Motorraum gelangt.

Eingangstüren verriegeln oder Klappdach beschweren:

Es gibt auch Kaninchenställe die sich nicht direkt auf dem Boden befinden, aber dafür über ein Klappdach bzw eine Eingangstür verfügen. Die Eingangstür können sie am besten mit einem Vorhängeschloss verriegeln, sodass Hunde und Marder diese nicht öffnen können. Beim Dach hingegen reicht es, wenn sie es mit einem schweren Gegenstand beschweren, damit Marder und Hunde es nicht hochdrücken können.

Entferne die Duftmarken des Maders:

Da Mader überwiegend nachtaktiv sind verfügen sie über ein sehr gutes Riechvermögen. Seine Futterstellen (in dem Fall ihr Kaninchenstall) markiert er gerne mit Duftmarken, um diesen dann im dunkeln auch wiederzufinden. Es gibt spezielle Sprays mit denen sie die Duftmarken des Räubers entfernen können. Damit ihr Kaninchenstall wirklich mardersicher ist, sollten sie auch die Zugänge besprühen, die jetzt mit Marderbarrieren blockiert sind.

 

Mardervergrämungsmittel:

Marder verfügen wie bereits erwähnt über einen sehr effektiven Geruchssinn. Diese Eigenschaft nutzen Vergrämungsmittel, die für den Marder unangenehme Duftstoffe in der nahen Umgebung verbreiten. Sie können das Vergrämungsmittel entweder um das Gehege streuen oder spezielle Duftstäbchen in die Erde setzen.

Unwirksame Maßnahmen gegen Marder:

Wenn sie auf unseren Beitrag bei ihrer Recherche gestoßen sind, dann beschäftigen sie sich sicher schon länger mit diesem Thema. Es gibt einige kuriose Methoden die angeblich Wunder gegen Marder wirken, aber dennoch gar nichts bringen. Wir stellen dir kurz die wirkungslosesten Maßen gegen Marder vor.

Haare von Frettchen und Hunden rund um das Gehege verteilen schreckt den Marder zwar im ersten Moment ab, aber er kommt später dennoch wieder. Desweiteren sind Frettchen und Hunde ebenfalls Fressfeinde und der ständige Geruch irritiert die Kanichen.

-Katzenfutter oder rohes Fleisch auslegen: Diese Methode Mader von deinem Kaninchengehege fernzuhalten ist absolut unwirksam, weil die Tiere einerseits von dem Köder angelockt werden und sie ihre Kaninchen quasi auf dem Silbertablett servieren.

-Netze aufspannen ist so gut wie wirkungslos, weil die Mader diese ohne weiteres durchbeißen können. Besser ist es wenn sie  einen 2 Meter hohen und engmaschigen Zaun aufstellen, der zusätzlich noch mit einem elektrisch geladenen Draht gesichert ist. (Sowie es auf Viehweiden der Fall ist). Genau dasselbe gilt auch für grobmaschigen Kaninchendraht, dieser stellt auch kein wirkliches Hindernis für die Mader dar, da sie einfach hindurchschlüpfen.

-Lebendfallen für Mader aufzustellen ist vom Gesetz her verboten. Falls alle Stricke reißen und sie den Marder einfach nicht los werden, dann rufen sie bei der Stadtverwaltung an, ob sie einen Jäger oder Kammerjäger vorbeischicken der das Tier von deinem Grundstück entfernt und anschließend in sicherer Entfernung vom Wohnort wieder aussetzt.

Fazit: Kann ein Kaninchenstall wirklich mardersicher sein?

Mit unseren Tricks und Tipps sollte es ihnen sicher gelingen ihr Kaninchengehege vor Mardern zu schützen. Am besten beachten sie diese Punkte schon beim Kauf eines neuen Kanichengeheges oder Stall und falls sie schon einen Stall haben kontrollieren sie, ob er auch wirklich sicher ist. Falls es zu Aufwendig und zu kostenintensiv ist, den Kaninchenstall mardersicher zu machen, können sie die Tiere auch nachts einfach im Haus einquatieren.

Wenn sie schon ein Kaninchen wegen einem Marderangriff verloren haben, dann greifen sie bitte nicht zum äußersten, denn Marder sind ja schließlich auch Lebewesen.

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