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Kaninchen kastrieren lassen,dass müssen sie beachten

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Kaninchen kastrieren lassen

Falls sie schon stolzer Besitzer eines oder mehrerer Kaninchen sind, sollten sie sich möglichst schnell mit der Kastration von Kaninchen beschäftigen. Es hört sich zwar im ersten Moment recht unbequem an, aber es ist dennoch notwendig. Schließlich möchten sie ja das es bei den zwei oder drei Kaninchen bleibt. In diesem Beitrag dreht sich deshalb alles um das Thema “ Kaninchen kastrieren “ und was sie dabei beachten müssen.

Was bedeutet Kaninchen Kastration überhaupt?

Bei einer Kastration, werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere zeugungsunfähig gemacht. Indem bei den männlichen Tieren die Hoden und bei den weiblichen Tieren die Eierstöcke entfernt werden. Bei diesem Verfahren handelt es sich um einen operativen Eingriff, der durch einen Tierartzt erfolgen muss.

Achtung: Bei dem Wort Kastration handelt es sich um einen Oberbegriff. Wie bereits erwähnt können auch weibliche Kaninchen kastriert werden, aber hier nennt man den Vorgang Sterilisation. Allerdings bleibt hier die Gebärmutter des weiblichen Tieres vorhanden, was später zu Gesundheitsproblemen führen kann.

Warum sollte ich mein Kaninchen kastrieren ? 4 gute Gründe, die für die Kastration eines Kaninchen stimmen.

Unerwünschter Nachwuchs:

Kaninchen kastrieren

Kaninchen vermehren sich in der freien Natur sehr schnell um den Fortbestand, der Art zu sichern. Einen Moment nicht aufgepasst oder das Kaninchen nicht kastriert , werden aus zwei Kaninchen schnell mal 6-8 Stück

Im Volksmund gibt es da ein ganz bekanntes Sprichwort: „Die vermehren sich wie die Kaninckel!“ Und da ist was wahres dran, ein weibliches Kaninchen kann etwa alle 10-12 Wochen Nachwuchs zur Welt bringen (pro Wurf in der Regel 6-8 Junge). Nach einem halben Jahr sind das dann etwa 50 Kaninchen, die durch ihre Wohnung hoppeln.

 

 

 

 

 

 

Vermeidung von Geschlechtskrankheiten:

Genau wie wir Menschen können auch Kaninchen an verschiedenen Geschlechtskrankheiten erkranken, mitunter Krebs und Gebärmutterhalskrebs. In den meisten Fällen werden diese Krankheiten von den Eltern weitergegeben und brechen häufig im Alter aus. Durch eine Sterilisation kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs gesenkt werden, aber eine Kastration von weiblichen Kaninchen bringt auch Nachteile mit sich.

Vermeidung von Hodenerkrankungen beim Rammler:

Wie auch die Weibchen können auch männliche Kaninchen an Geschlechtskrankheiten erkranken. Um dieses zu vermeiden ist eine Rammler Kastration unumgänglich, allerdings kommt es beim Rammler nicht so häufig zu Geschlechtserkrankungen wie beim Weibchen.

Aggressives Verhalten ausschließen:

Wenn sie sich zwei Rammler anschaffen und diese zusammen in ein Gehege tun, verhalten sich diese zuerst wie beste Freunde. Da kommt die nicht unbegründet Frage auf, warum muss ich überhaupt mein Kaninchen kastrieren?

Rammler kastrieren lassen

Auch wenn so eine Männerfreundschaft bei Kaninchen sehr harmonisch wirkt, kann es jederzeit zu einem blutigem Konflikt kommen bei dem sich die Kaninchen schwer verletzen können.

Aber auch hier hat die Kastration ihren Sinn und Zweck, zwei unkastrierte Rammler sind quasi „tickende Zeitbomben“. Auch nach Jahren der Kaninchenfreundschaft kann es zu einem heftigen Kampf der beiden Tiere kommen. Der mit schweren Bissverletzungen und im schlimmsten Falle mit dem Tod eines der Tiere endet.

Was kostet eine Kaninchen Kastration?

Wer ein Kaninchen hält muss damit rechnen, dass auch Kosten für die Kastration eines Kaninchen auf einen zukommen. Pauschal können wir ihnen keinen Betrag nennen, aber in der Regel belaufen sich die Kosten für eine Kaninchen Kastration zwischen 30 und 70 Euro.

Wann kann ich mein Kaninchen kastrieren?

Viele Kaninchenhalter stellen sich die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt um mein Kaninchen zu kastrieren? Grundsätzlich unterscheidet man bei der Kaninchen Kastration zwischen zwei verschiedenen Arten. Der sogenannten Frühkastration und der Spätkastration, was der Unterschied zwischen den beiden ist erfahren sie im nächsten Abschnitt.

Frühkastration von Kaninchen:

Als eine Frühkastration, wird eine Kastration bezeichnet die noch vor der Geschlechtsreife des Tieres vorgenommen wird. Bei Kaninchen wird dieser Eingriff in der Regel zwischen der neunten und der zwölften Lebenswoche unternommen. Nicht jeder Tierarzt führt so einen Eingriff durch, deshalb ist es notwendig sich vorher zu erkundigen.

Welche Vor und Nachteile bringt eine Frühkastration bei Kaninchen?

Vorteile:

  • Kaninchen die früh kastriert wurden erlernen kein geschlechsspezifisches Verhalten, d.h typische Verhaltensmuster wie das Rammeln oder das Revier markieren, sind entweder gar nicht oder nur schwach ausgeprägt. Außerdem beansprucht ein spät kastrierter Rammler kein Revier, sowie es ein Spätkastrat oftmals tut.
  • Bei früh kastrierten Rammlern entfällt die sogenannte „Kastrationquarantäne“, da es nie zur Produktion von Spermien kam. Infolgedessen kann der junge Rammler direkt zum Muttertier zurück ins Gehege und die Sozialisierung kann ungehindert stattfinden.

Nachteil:

  • In der Regel ist eine Frühkastration eines Kaninchens etwas aufwendiger, als die Spätkastration weil die Kaninchenhoden sich noch nicht an Ort und Stelle befinden.
  • Außerdem haben Kaninchenjunge noch kein ausgereiftes Immunsystem, was sie anfälliger für Krankheiten macht. Eine Infektion tritt hier allerdings nur sehr selten, da in Tierartztpraxen strenge Hygienevorschriften herrschen.

Fazit: Kaninchen früh oder spät kastrieren?

Eine Frühkastration von Kaninchen, hat wie alle Dinge seine Vor und Nachteile, aber diese müssen sie abwägen. Wenn sie ein männliches Kaninchen schon früh in eine Gruppe intregieren möchten, dann empfiehlt es sich den Rammler bereits früh zu kastrieren. Möchten allerdings den Rammler mit einem weibchen vergesellschaften, dann können sich auch mit der Kastration warten, da es hier keinen Unterschied macht ob sie ihr Kaninchen früh kastrieren oder erst ein Spätkastration vornehmen.

Nur den Rammler kastrieren:

Viele Kaninchenhalter, die sich mit dem Thema der Kaninchen Kastration schon länger auseinander setzen, fragen sich: „Soll ich nun den Rammler kastrieren oder die Häsin sterilisieren?“ Eine nicht unberechtigte Frage, wir zeigen ihnen nun warum sie nur männliche Kaninchen kastrieren sollten:

  • 1. Fall: Sie halten zwei Rammler in einem Stall: Wie bereits erwähnt kann es bei männlichen Kaninchen zu ernsthaften Revierkonflikten enden, die nur allzu oft mit schweren Bisswunden bei beiden Tieren enden. Im Optimalfall kastrieren sie eines der Kaninchen so früh wie möglich, sodass es gar nicht erst zu Streiterreien im Kaninchenstall kommen kann.
  • 2. Fall: Der geile Bock und die kastrierte Häsin: Nicht kastrierte Rammler verfügen über einen starken Sexualtrieb, während eine kastrierte Häsin keine Lust auf Fortpflanzung hat. Trotzdem umwirbt das Männchen die Dame solange, bis ihr förmlich der Kragen platzt. Um Missverständnisse im vorhinein zu vermeiden sollten sie nur den Rammler kastrieren.

Auf welche Dinge muss ich bei der Kaninchen Kastration Rücksicht nehmen?

Ein Kaninchen kastrieren hört sich zwar im ersten Moment nach einer leichten Sache an, doch es gibt dabei einige Dinge die sie dabei beachten müssen. Wir haben hier eine Liste mit den häufigsten Fragen zusammengetragen die sich Thematik, “ Was muss ich vor einer Kaninchen Kastration beachten ?“ befassen:

  • Welcher Tierartzt kastriert Kaninchen? Das ist die erste Frage die sie sich vor einer Kastration stellen müssen, in Regel führen fast alle Tierärtze diesen Routineeingriff durch. Am besten ist es hier sich einfach bei anderen Kaninchenhaltern zu erkundigen.
  • Muss mein Kaninchen vor der Kastration nüchtern sein? Nein es sollte vor der Operation etwas fressen, damit es später schneller wieder zu Kräften kommt. Allerdings ist in diesem Falle Schonkost für das Kaninchen angesagt, d.h Löwenzahn, Möhren, Heu und Trockenfutter. Blähende Futtermittel wie Kohl sollten vor der Operation nicht gefüttert werden.
  • Kaninchen vor der Kastration untersuchen lassen? Ja unbedingt, es ist wichtig das ihr Kaninchen vor der Kastration bei bester Gesundheit ist, denn ansonsten kann es nach der Kastration zu ernsthaften Komplikationen kommen.

Was muss ich tun nachdem mein Kaninchen kastriert wurde?

Nachdem ihr Kaninchen kastriert wurde, ist es wichtig das sie sich möglichst intensiv um ihr Tier kümmern. Es gibt auch hier wichtig Dinge auf die sie achten müssen nachdem das Kaninchen kastriert wurde.

  • Darf ich Einstreu nach der Operation verwenden? Vorsicht, denn hier kann sich ihr Kaninchen gefährliche Infektionen einfangen, da unmittelbar nach der Kastration noch offene Wunden vorhanden sind. Am besten ist es wenn sie das kastrierte Kaninchen nach der Operation in einer möglichst sterilen Umgebung unterbringen.
  • Darf das Kaninchen nach der Kastration direkt wieder zurück ins Gehege? Ja und nein, denn hier kommt es darauf an ob es sich um ein Früh oder Spätkastrat handelt. Wie bereits erwähnt besteht bei einem Spätkastrat eine Kastrationsquarantäne, d.h das Kaninchen muss mindestens 6 Wochen von den anderen Tieren getrennt werden, sodass es nicht zu ungewolltem Kaninchennachwuchs kommt. Bei einem Frühkastrat kann das Kaninchen direkt nach der Kastration wieder in das Gehege oder den Stall.
  • Welche Medikamente braucht ein Kaninchen nach der Kastration? Wenn sie ein Kaninchen kastrieren, dann geht das nicht ganz ohne Medikamente, allein schon wegen der Narkose. In der Regel gibt ihnen der Tierartzt die passenden Medikamente für das Kaninchen gleich mit an die Hand.
  • Kaninchen im Winter kastrieren? Viele Kaninchenhalter fragen sich, was die richtige Jahreszeit ist um ihr Kaninchen zu kastrieren, wir können ihnen nur raten ihr Kaninchen im Frühjahr oder im Sommer zu kastrieren, weil dort nicht so niedrige Temperaturen herrschen und das Immunsystem stärker ist, aufgrund eines höheren Vitamin D-Spiegels.
  • Was darf  mein  Kaninchen nach der Kastration fressen? Ein operativer Eingriff (egal welcher) ist für das Kaninchen immer mit enormen Stress verbunden. Besonders wichtig ist es das sie ihrem Kaninchen nach der Kastration einen Unterschlupf zur Verfügung stellen, sodass es schnellstmöglich zur Ruhe kommt.  Wichtig ist das sie ihr Kaninchen nach der OP mit Schonkost* wieder aufpepplen.  *(Blattgemüse, Grünzeug usw. bloß keine blähenden Sachen wie Kohl)
  • Mein Kaninchen frisst nicht nach der Kastration , was tun? In manchen Fällen kommt es vor, das Kaninchen nach einer Operation nicht fressen. Ab hier gilt es zu Flüssignahrung zu greifen und bei Bedarf den Tierarzt zu konsultieren.
  • Mein Kaninchen knabbert nach der Op an seiner Wunde, was soll ich tun? Bei vielen Tieren kommt es vor das sie nach der Operation an genähten Wunde knabber, weil die Fäden stören. Wichtig ist, das dies auf gar keinen Fall passiert, weil ansonsten der Heilungprozess verzögert. Am besten verwenden sie hier eine Halkrause, sodass ihr Kaninchen  nicht an die Wunde herankommt.
  • Muss mein Kaninchen nach der Kastration zur Nachuntersuchung? In der Regel ist dies nicht notwendig, sofern der Heilprozess ohne Komplikationen stattfindet. Falls dennoch etwas nicht stimmt sollten sie mit ihrem Kaninchen einen Tierarzt aufsuchen.

Fazit: Kaninchen kastrieren lassen.

Bei der Kastration handelt es sich in den meisten Fällen um einen notwendigen Eingriff, der in der Regel ohne Komplikationen stattfindet und der zur artgerechten Kaninchenhaltung dazu gehört. Wir hoffen, wir konnten ihnen mit diesem Artikel weiterhelfen, falls dennoche fragen bestehen gerne einen Kommentar hinterlassen.

 

 

 

 

 

 

 

 



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