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Kaninchenhaltung, die wichtigsten Dinge auf einen Blick!

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Artgerechte Kaninchenhaltung die wichtigsten Dinge auf einen Blick!

Gerade in Geprächen mit Kaninchenliebhabern  taucht immer wieder die Frage nach einer Artgerechten Haltung auf. Grund genug  um sich mit diesem Thema mal etwas genauer zu beschäftigen.

Folgende Punkte sind Thema dieses Beitrags:

  • Wie vergesselschafte ich mein Kaninchen am besten?
  • Wie gestalte ich ein gemütliches Kaninchenheim?
  • Was muss ich tun damit mein Kaninchen möglichst sauber bleibt?
  • Wie oft muss ein Kaninchenstall gereinigt werden?
  • Außenhaltung von Kaninchen.
  • Können Kaninchen das ganze Jahr über draußen bleiben?
  • Der richtige Umgang mit den scheuen Tieren.
  • Das richtige Kaninchenfutter.

Ein paar dieser Themen sprengen den Rahmen dieses Beitrags, die passenden Beiträge sind verlinkt.

Die passende Kaninchengesellschaft

Zwergkaninchen sind sehr gesellige Tiere, sie verbringen ihr leben innerhalb von kleinen Gruppen (6-8 Tiere) und sollten daher niemals alleine gehalten werden. Weder Mensch noch Meerschweinchen können dieses Bedürfnis nach Gesellschaft stillen.

Bei der Gruppierung von Kaninchen gibt es verschiedene Möglichkeiten die Kaninchen zu vergesellschaften:

  • Ein Bock (männliches Kaninchen) und zwei bis drei Weibchen.
  • Zwei Böcke und vier Weibchen.

Achtung: Reine Weibchengruppen sind nicht empfehlenswert, da es zu oftmals zu aggressiven Verhalten zwischen den einzelnen Tieren kommen kann. (Stichwort: Zickenkrieg ;-))

Wenn Böcke mit im Gehege sind, sollten diese kastriert sein, das beugt einerseits die unerwünschte Vermehrung vor und das fehlende Testosteron lässt das Aggressionspotenzial der Tiere erheblich sinken. Kommt es dennoch zu Konflikten innerhalb des Käfig heißt es Ruhe bewahren und die Tiere nicht voneinander trennen, denn oft werden die anfänglichen Streithähne nach ein bis zwei Wochen zu besten Freunden.

Die Gestaltung des Kaninchenheims

Kaninchen sind sehr aktive Tiere und brauchen ausreichend Platz  damit sie gesund und munter bleiben. Daher ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass das Gehege eine ausreichende Größe hat. Es sollten dem Kaninchen mindestens drei bis vier Quadrat Platz zur Verfügung gestellt werden, alles andere wäre Tierquälerei, meistens äußert sich ein zu kleines Gehege in Verhaltensstörungen. ( Nagen am Käfig, Beißen oder scharren in der Käfigecke).

Innenhaltung von Kaninchen

Eine Möglichkeit Kaninchen im Haus zu halten ist eine Zimmerecke für das Tier umzugestalten. Hierfür kann man sich selbst ein Gehege bauen oder sich einen fertigen Satz in einer Tierhandlung kaufen. In der Regel ist es kostengünstiger einen Kaninchenstall Marke Eigenbau zu fertigen. So ein Kaninchenstall sollte wie bereits erwähnt mindestens 3 bis 4 Quadratmeter haben.

Wichtig ist auch das du den Tieren möglichst viele Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung stellts, damit den Tieren nicht langweilig wird und es somit nicht zu Verhaltensstörungen kommt.

Diese Dinge dürfen in keinem guten Kaninchenstall fehlen:

  • Ein Kaninchenhöhle: Kaninchen sind von Natur aus Höhlenbewohner und verstecken sich gerne sobald Gefahr droht. Sind mehrere Kaninchen in einem Gehege sollte für jedes Tier ein eigener Schlafplatz vorhanden sein, damit es nicht zu Konflikten kommt.
  • Höhen und Tiefen: Auch ein Ausguck darf in keinem Kaninchengehege fehlen. Die Tiere lieben es auf erhöhte Ebenen zu klettern und von dort aus dann das umliegende Terrain zu erkunden.
  • Eine Schale mit Sand:  In der Natur graben Kaninchen gerne einen Bau um dort ihre Jungen groß zu ziehen. Da dies in der Wohnung leider nicht möglich ist, sollte eine Schale mit Sand oder ähnlichem zur Verfügung gestellt werden, damit das Tier seinen Trieben nachgehen kann.
  • Eine Raufecke für Heu sollte ebenfalls für die  Kaninchen eingerichtet werden, aber aufgepasst, dass Tier darf sich nicht an der Vorrichtung verletzen.

Wichtig: Auf gar keinen Fall solltest du Katzenstreu oder zu grobe Sägespäne für das Gehege verwenden, das schadet nur den Kaninchenpfoten.  Außerdem sollte das Gehege nicht mit zu Sägemehl oder anderen feinen Materialien ausgekleidet sein, denn der Staub führt bei den Tieren nur zu Augenreizungen und Atemwegsschäden

Diese Dinge gehören auf gar keinen Fall in den Stall:

Spielzeug für Kaninchen ist ein absolutes Tabu, denn genau wie kleine Kinder nagen auch Kaninchen gerne an diversen Dingen herum. Das Problem bei Spielzeug ist, dass das Tier zu große Teile verschluckt und daran im schlimmsten Falle erstickt.

Hygiene für das Kaninchen:

Kaninchen sind für Nagetierverhältnisse sehr saubere Tiere. Sie verrichten ihr Geschäft immer in einer bestimmten Ecke und erledigen ihr Geschäft nicht an Ort und Stelle sowie beispielsweise Meerschweinchen gerne tun.  Männliche Tieren sind allerdings nicht so sauber, sie markieren gerne ihr Revier mit etwas Urin.  Häsinen hingegen wissen sich besser zu benehmen und können auch mal gerne in Wohnung laufen gelassen werden, um auf Erdkundungstour zu gehen.

Gefahren in deiner Wohnung:

In deiner Obhut ist das Kaninchen zwar keinen natürlichen Fressfeinden ausgeliefert, aber auch in deinem Haushalt lauern Gefahren die dir vielleicht noch nicht so bewusst waren:

Kabel:  Kaninchen können Farben nur schwer voneinander unterscheiden, so ist die Gefahr groß, dass das arme Tier anfängt an einem Kabel zu nagen und dann einen Stromschock bekommt.

Türen: Kennst du das auch? Du hast mehrere Türen und Fenster geöffnet und plötzlich: BAUZZZ !!!! Die Tür war zu. Für ein kleines Kaninchen kann sowas im schlimmsten Falle tödlich enden, also stelle sicher das die Türen entweder komplett geschlossen oder fixert sind.

Wie oft sollte ich das Kaninchengehege reinigen?

Das Einstreu in einem Kaninchengehege sollte regelmäßig gewechselt werden, mindestens alle 1-2 Wochen je nach grad der Verschmutzung. Die „Kaninchentoilette“ hingegen muss Tag für Tag gesäubert werden.

Für die Toilette empfiehlt es sich ein saugstarke Unterlage zu verwenden (Zeitungspapier oder ähnliches) , dass erleichtert die Reinigung um ein vielfaches und beugt der Geruchsbildung vor.

Außenhaltung von Kaninchen

Die Außenhaltung ist die Artgerechteste Kaninchenhaltung überhaupt, denn hier fühlen sich die kleinen Nager am wohlsten. Das Gehege sollte mindenstens 2×3 Meter groß sein, damit die Tiere genügend Auslauf haben, zusätzlich sollte es auch mindestens 75 Centimeter hoch  und gleichzeitig mit Maschendraht abgedeckt sein , damit die Tiere vor Hunden, Katzen oder Raubvögeln geschützt sind.

Genau wie bei dem Innengehege auch, sollten im Außengehege möglichst viele Versteckmöglichkeiten vorhanden sein, sodass die Tiere vor der Sonne geschützt sind und sich gegebenfalls verstecken können. Wichtig ist auch, dass die Gehege aus und einbruchssicher sind, damit keine unerwünschten Gäste in den Stall kommen. (Marder, Ratten usw.)

Können Kaninchen das ganze Jahr draußen gehalten werden?

Wer denkt jetzt denkt Kaninchen vertragen keine Kälte, der irrt, denn die kleinen Nager sind bestens an die Temperaturen in diesen Breitengraden angepasst. Wichtig ist aber, dass wir den Tieren möglichst viel Heu zur Verfügung stelle, damit sie sich warmhalten können. Das Gehege sollte vor Wind und auch vor Regen geschützt sein, sodass die Tiere nicht erkranken.

Der richtige Umgang mit den scheuen Tieren

Kaninchen sind von Natur aus Beutetiere und daher sehr schreckhaft. Daher solltest du dich möglichst behutsam dem Gehege nähern, sodass sich das Tier nicht erschreckt.  Bei behutsamer und geduldiger Fütterung per Hand werden die Tiere zahm. Falls sie Kinder haben sollten sie ihnen bereits den behutsamen Umgang mit den Tieren vermitteln. Es gilt auch das Tier nicht an seinen empfindlichen Ohren zu fassen, denn dass ist Tierquälerei. Auch gilt das Tier nicht fallen zu lassen, denn schon Stürze aus einer geringen Höhe können Knochenbrüche bei den Tieren verursachen.

Das richtige Kaninchenfutter

Kaninchen sind von Natur aus reine Pflanzenfresser, aber d.h noch lange nicht das sie alles fressen dürfen. Mehr zur richtigen Kaninchenernährung in diesem Beitrag.

 

 

 

 



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